Besichtigung der Kraftwerksanlagen E-Werk Redlmühle im Almtal

Geführte Besichtigung der Wasserkraftwerksanlagen Redlmühle im Almtal

Wasserkraftwerk Redlmuehle im Almtal

Wasserkraftwerk Redlmuehle im Almtal

Durch Ausstattung von über 150 Kleinwasserkraftwerksanlagen, Wartungsverträge, Errichtung und Betrieb von Fotovoltaikanlagen, Betrieb des Stromnetzes, der Wehranlage und der Wasserkraftwerke können fundierte Fachkenntnisse vermittelt werden. Dabei wird auf technische, wirtschaftliche, geschichtliche, strategische und ökologische Aspekte eingegangen.

Interessenten für eine geführte Besichtigung durch die Wasserkraftwerksanlagen können Buchungen an office@drackstrom.at richten.

Das E-Werk Redlmühle hat seine Wurzeln im Mittelalter, die älteste geschichtliche Erwähnung geht zurück auf das Jahr 1406. Sie wurde damals schon eine „alte Mühle“ bezeichnet. An einer Wehranlage am Almfluss wurde das Wasser gestaut und 800 m ausgeleitet, um es zur Mühle zu führen. Später stand parallel zum Mahlen über Jahrhunderte das Sägen von Holzstämmen im Mittelpunkt. Das Rundholz wurde aus den Seitentälern des Almtals über den Almfluss zum Sägewerk Redlmühle geschwemmt. Die Sogenannte „Holztrift“ hatte im Almtal großen wirtschaftlichen Stellenwert. Es wurde Holz am Wasserweg bis Wien geliefert, zum Beispiel für Wehrbauten gegen die Türkenbelagerung von 1483.

Grundsteinlegung für den Netzbetrieb
Um 1919 hat die börsennotierte Wiener Firma „Österr. Wald- und Holzindustrie AG“, gegründet 1916, zur Übernahme der Holzabteilungen der anglo-österreichischen Bank, den Sägewerksbetrieb modernisiert und dazu den Mühlenbetrieb eingestellt. (Die anglo-österreichische Bank war ein 1864 mit teilweise britischem Kapital gegründetes, 1926 von der Kreditanstalt  übernommenes österreichisches  Bankinstitut.) Die Wasserräder wurden durch eine moderne Voith-Francis-Turbine zum Antrieb des Sägewerks ersetzt. Im 3-Schicht-Betrieb wurde auch in der Nacht gearbeitet, um die zur Verfügung stehende Wasserkraft bestmöglich auszunutzen. Zur Elektrifizierung der Beleuchtung wurde auch ein Gleichstrom-Generator installiert. Damit wurde der Grundstein für den Netzbetrieb gelegt. Vom Sägewerk ausgehend wurden Freileitungen gebaut, um umliegende Häuser und Betriebe mit Lichtstrom, (später auch mit Kraftstrom) zu versorgen.

Umstellung und Konzentration auf Stromnetzbetrieb
1935 wurde die Redlmühle vom Vorgänger des heutigen Betreibers gekauft. 1961 wurde die Strom-Erzeugung und das Stromverteilungsnetz auf Drehstrom umgestellt.
1978 wurde das Sägewerk stillgelegt, um sich voll auf den Stromnetzbetrieb und den dazu gegründeten Elektroinstallationsbetrieb zu konzentrieren. Die autonome Netzversorgung wurde beendet durch Errichtung einer Transformatorstation zur Ankoppelung an den österreichischen Stromnetzverbund. Es wurde die Turbine auf Laufkraftwerksbetrieb umgestellt: Die Aufgabe lautet seither, aus dem zur Verfügung stehenden Wasserdargebot die maximale Strommenge zu erzeugen. Die überschüssige Elektrizität wird ins österreichische Stromnetz eingespeist.

Anpassung der Kraftwerks-Turbinen an moderne Zeiten
1980 wurde die Francis-Turbine nach über 60 Betriebsjahren durch eine moderne, doppelt regulierte Kaplan-Rohrturbine ersetzt, um das Arbeitsvermögen zu steigern. 2005 wurde ein zusätzliches Kleinwasserkraftwerk an der Wehranlage errichtet, ebenfalls ausgestattet mit doppelt regulierter Kaplan-Turbine, jedoch in vertikaler Einbauweise. Zeitgleich wurde eine zweite stählerne Wehrklappe mit hydraulischem Antrieb eingebaut. Weiters eine leistungsfähige Grundschleuse, um der hohen Schotterverfrachtung des Almflusses Herr zu werden und eine Organismenwanderanlage, um den heutigen ökologischen Ansprüchen gerecht zu werden (Fischpassierbarkeit). 2009 wurde eine frei stehende 5 kW Fotovoltaikanlage errichtet, die sich zweiachsig nach der Sonneneinstrahlung ausrichtet.

Betreiber in 3. Generation, führt durch die Krafwerksanlagen
Bei den Besichtigungen führt der Betreiber in 3. Generation, Bernhard Drack persönlich durch die Anlagen. Durch Ausstattung von über 150 Kleinwasserkraftwerksanlagen, Wartungsverträge, Errichtung und Betrieb von Fotovoltaikanlagen, Betrieb des Stromnetzes, der Wehranlage und der Wasserkraftwerke können fundierte Fachkenntnisse vermittelt werden. Dabei wird auf technische, wirtschaftliche, geschichtliche, strategische und ökologische Aspekte eingegangen. Es werden standardmäßig Führungen in der Dauer von einer Stunde angeboten, die Aufschluss über oben stehende Anlagen geben. Man befindet sich dabei in idyllischer Landschaft an der smaragdgrünen Alm, die für ihre ausgezeichnete Wasserqualität bekannt ist.

Interessenten für eine geführte Besichtigung durch die Wasserkraftwerksanlagen können Buchungen an office@drackstrom.at richten.

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